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13.11.2010

Internationaler Tag gegen die Todesstrafe

Amnesty International organisiert Filmvorführungen in Bad Schwartau

Tausende von Verurteilten warten auf ihre Hinrichtung. 58 Staaten halten immer noch an der Todesstrafe fest, darunter die Volksrepublik China, Japan, die USA, der Irak und der Iran. Doch sind die Befürworter dieser Barbarei international längst in der Minderheit, immerhin wenden 139 Staaten die Todesstrafe nicht mehr an. Seit der Gründung von Amnesty International im Jahr 1961 gehört die Abschaffung der Todesstrafe zu den Kernforderungen der Menschenrechtsorganisation. An jedem 10. Oktober, dem Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, unternehmen Amnesty-Gruppen in aller Welt Aktionen, bis das Töten von Staats wegen abgeschafft ist.

Wir organisieren aus diesem Anlass in diesem Jahr Filmvorführungen für Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs des Leibniz-Gymnasiums und des Gymnasiums am Mühlenberg. Weil der Internationale Tag gegen die Todesstrafe in die Herbstferien fiel, finden die Filmvorführungen am 11. November 2010, von 10.30 bis 13 Uhr, im Museum in der Anton-Baumann-Straße statt.

Es handelt sich um drei Filme. Einer hat den Titel „Erklärung der Menschenrechte“: Über ein dutzend Trickfilmer haben die trockenen Paragrafen der UNO-Menschenrechtserklärung in Trickfilme umgesetzt. Der zweite Film, „Slideshow“, gibt einen Überblick über die Arbeit von Amnesty International. Im dritten Film geht es um den Fall der Minderjährigen Atefeh Rajabi Sahaaleh, die wegen „Verbrechen gegen die Keuschheit“ 2004 im Iran gehängt wurde.

Es ist uns ein großes Anliegen, die Schülerinnen und Schüler für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Dass es sich lohnt, für die Menschenrechte einzutreten, zeigt sich immer wieder. So hat erst kürzlich der internationale Druck bewirkt, dass die kubanische Regierung politische Gefangene aus dem Gefängnis entlassen musste, darunter den Bibliothekar Víctor Rolando Arroyo Carmona, für den sich unsere Gruppe eingesetzt hatte.